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Allgemein
Der Produkttitel ist nach dem Bild das wichtigste Signal, mit dem Google entscheidet, bei welchen Suchanfragen dein Produkt erscheint. Trotzdem schicken die meisten JTL-Händler einfach ihren Artikelnamen aus der WaWi in den Feed und wundern sich, warum manche Produkte einfach nicht verkauft werden. Das Problem: Dein Artikelname wurde für Lager, Rechnungen und die interne Suche gebaut. Google braucht aber einen Titel, der zur Suchanfrage eines Käufers passt.
In diesem Beitrag zeigen wir dir, wie ein guter Titel für Google Shopping aussieht, warum der JTL-Artikelname dafür selten reicht und wie du das änderst, ohne deine komplette Artikelpflege umzukrempeln.
Warum der Produkttitel über deine Sichtbarkeit entscheidet
Google gleicht den Titel mit der Suchanfrage des Käufers ab. Steht im Titel nicht, was gesucht wird, taucht dein Produkt bei dieser Suche schlicht nicht auf. Kein Gebot der Welt gleicht das aus, denn ohne Relevanz kommt dein Produkt gar nicht erst in die Auktion.
Dazu kommt die Klickrate. Der Titel steht in der Shopping-Anzeige direkt unter dem Bild, noch vor dem Preis. Ein Titel, der die Suchanfrage sichtbar beantwortet, holt mehr Klicks bei gleicher Sichtbarkeit. Agenturberichte nennen für systematische Feed-Optimierung 5 bis 15 Prozent bessere Klickraten über das gesamte Sortiment, in einzelnen dokumentierten Konten stieg die Klickrate allein durch bessere Titel um rund die Hälfte.
Ein Punkt wird dabei oft übersehen: Auch Performance Max und die KI-Suche arbeiten mit deinen Titeln. Je mehr Google auf KI setzt, desto mehr zählt der Kontext, den du über ein Produkt mitlieferst. Ein Titel, der nur ein Modellkürzel enthält, gibt der KI nichts zum Arbeiten.
Die Regeln: Was Google beim Titel erwartet
Die Rahmenbedingungen sind klar definiert. Google erlaubt bis zu 150 Zeichen im Titel-Attribut. In Shopping-Anzeigen und kostenlosen Einträgen werden aber je nach Bildschirm nur bis zu 70 Zeichen angezeigt. Daraus ergibt sich die Grundregel: Die wichtigsten Informationen gehören in die ersten 70 Zeichen, der Rest der 150 Zeichen arbeitet unsichtbar fürs Matching weiter.
Rein gehören die Bausteine, die ein Produkt eindeutig machen: Marke, Produkttyp und die unterscheidenden Eigenschaften wie Farbe, Größe, Material, Geschlecht oder Zielgruppe. Die sinnvolle Reihenfolge hängt von der Kategorie ab:
- Mode: Marke + Geschlecht + Produkttyp + Eigenschaft + Farbe + Größe. Beispiel: „NordWind Damen Laufjacke wasserabweisend Schwarz Gr. M“
- Elektronik und Werkzeug: Marke + Modell + Produkttyp + Spezifikation. Beispiel: „ToolCraft TC-12 Akku-Bohrschrauber 12 V mit 2 Akkus“
- Verbrauchsartikel: Marke + Produkttyp + Menge. Beispiel: „VitalPet Hundefutter Huhn getreidefrei 12 kg Sack“
- Eigenmarken und No-Name-Produkte: Produkttyp und Eigenschaften zuerst, Marke ans Ende. Wer deine Marke nicht kennt, sucht nicht nach ihr.
Genauso wichtig ist, was nicht rein darf: kein Preis, keine Versandangaben, keine Werbewörter wie „Sale“, „gratis“ oder „jetzt kaufen“, keine Wörter in Großbuchstaben. Solche Titel wirken für Google wie Spam und können zur Ablehnung des Produkts führen.
Varianten brauchen eigene Titel
Verkaufst du ein Produkt in mehreren Farben oder Größen, gilt eine Regel, die viele Händler übersehen: Jede Variante geht als eigener Artikel in den Feed, und Google empfiehlt ausdrücklich, das Unterscheidungsmerkmal in den Titel der jeweiligen Variante zu schreiben.
Also „NordWind Damen Laufjacke Schwarz Gr. M“ und „NordWind Damen Laufjacke Petrol Gr. L“ statt siebenmal derselbe Titel. Das gilt auch für Merkmale, für die es gar kein eigenes Feed-Attribut gibt, etwa die Geschmacksrichtung bei Lebensmitteln.
Wer allen Varianten denselben Titel gibt, lässt sie untereinander konkurrieren. Der Käufer, der nach „Laufjacke petrol“ sucht, sieht dann die schwarze.
Warum dein JTL-Artikelname diese Regeln meistens bricht
Der Artikelname in JTL-WaWi hat einen anderen Job. Er muss auf Rechnungen, Lieferscheinen und Pickzetteln funktionieren, im Team eindeutig sein und oft jahrelang gewachsene Konventionen abbilden. Dabei entstehen Namen wie „Nora II schwarz M“, „Bohrschrauber GSR Set“ oder „Tasse Landhaus 6er“. Die typischen Probleme im Detail:
Die Marke fehlt im Titel. Der Hersteller ist in der WaWi sauber als eigenes Feld gepflegt und landet im Feed als Attribut brand. In den Titel schreibt ihn der Standard-Export aber nicht. Wer nach „NordWind Laufjacke“ sucht, findet dein Produkt schlechter, obwohl du die Marke im System stehen hast.
Attribute stecken in Merkmalen statt im Namen. Farbe, Größe und Material sind in JTL oft sauber als Variationen oder Merkmale angelegt. Genau deshalb stehen sie nicht im Artikelnamen, denn dort wären sie in der WaWi redundant. Im Google-Titel fehlen sie dann aber. Bei Variationsartikeln kommt es zusätzlich darauf an, wie dein Export die Kindartikel behandelt. Landet das Unterscheidungsmerkmal nicht im Titel jeder Variante, schickst du Dutzende Artikel mit identischem Titel in den Feed.
Interne Kürzel sagen niemandem etwas. „6er Set“, „V2“, „Mod. 2024“ oder Abkürzungen aus der Lagerlogik beantworten keine einzige Suchanfrage.
Der Name ist zu kurz. Von 150 möglichen Zeichen nutzen viele Artikelnamen keine 30. Das verschenkt Matching-Potenzial bei jeder einzelnen Suche.
Ein Produkt mit schwachem Titel bekommt weniger passende Impressionen, weniger Klicks und oft gar keine Ausspielung. Es steht dann zwar im Feed, aber Google zeigt es praktisch nie. Solche Karteileichen im Sortiment sind einer der häufigsten Gründe, warum ein Teil des Katalogs schlicht keinen Umsatz über Google macht.
So kommst du zu besseren Titeln, ohne die WaWi umzubauen
Die gute Nachricht: Du musst deine Artikelnamen nicht anfassen, um bessere Google-Titel auszuspielen. Drei Wege haben sich bewährt.
Weg 1: Eigenes Feld für den Google-Titel
Lege in JTL ein eigenes Feld oder Funktionsattribut an, zum Beispiel „google_titel“, und pflege dort den optimierten Titel. Im Exportformat prüfst du: Ist das Feld gefüllt, geht dieser Titel in den Feed, sonst der normale Artikelname. So bleibt die WaWi unberührt, und du optimierst gezielt dort, wo es sich lohnt. Dieses Vorgehen ist im JTL-Umfeld gängige Praxis.
Weg 2: Feedregeln im Merchant Center
Mit Attributregeln kannst du Titel direkt im Merchant Center umbauen, etwa die Marke automatisch voranstellen oder Werte aus anderen Feldern anhängen. Das skaliert gut für systematische Muster, die für viele Produkte gleich sind.
Weg 3: Artikelnamen direkt verbessern
Für neue Produkte lohnt es sich, Titel von Anfang an nach der Baustein-Logik zu vergeben. Bedenke nur, dass der Name dann überall auftaucht, auch auf Rechnungen und im Shop.
Woher die richtigen Wörter kommen? Der Suchbegriffs-Bericht in Google Ads zeigt dir, mit welchen Formulierungen Käufer tatsächlich auf deine Produkte stoßen und welche davon konvertieren. Diese Begriffe gehören in deine Titel, in genau der Sprache, die deine Käufer verwenden.
👉 Noch ein Hinweis, der 2026 wichtig geworden ist: Wenn du deine Titel mit KI-Tools generieren lässt, verlangt Google eine Kennzeichnung. KI-generierte Titel müssen über das Attribut structured_title eingereicht werden, mit dem Unterattribut digital_source_type auf dem Wert „trained_algorithmic_media“. Selbst formulierte oder regelbasiert zusammengesetzte Titel (etwa per Feedregel aus Marke, Name und Merkmalen) laufen weiter normal über das Titel-Attribut.
Fang nicht beim ganzen Sortiment an. Nimm dir zuerst die Produkte mit dem meisten Umsatzpotenzial vor und die, die trotz aktiver Kampagne kaum ausgespielt werden. Prüfe nach zwei bis drei Wochen Impressionen und Klickrate im Vergleich zu vorher und arbeite dich dann durch den Rest.
Wie kann KI helfen?
Saubere Titel sind die Basis. Was daraus wird in Google Ads, entscheidet sich im Konto – und da übernimmt Cloudginny. Ginny ist ein KI-Agent, der deine Google Ads und Microsoft Ads komplett managt: Kampagnen aufsetzen, Budgets steuern, Suchbegriffe bereinigen, Gebote und Anzeigen optimieren.
Beim Thema Produktdaten spielt Ginny seine Stärken auf der Auswertungsseite aus:
- Ginny findet die Karteileichen. Produkte, die Budget bekommen, aber nicht verkaufen, erkennt Ginny anhand der Performance-Daten und schließt sie auf deine Freigabe aus der Kampagne aus. Dein Budget fließt in die Produkte, die funktionieren, und du siehst schwarz auf weiß, welche Artikel du dir datenseitig vorknöpfen solltest.
- Ginny überwacht dein Merchant Center. Abgelehnte Produkte und Feed-Probleme fallen sofort auf, nicht erst, wenn der Umsatz fehlt.
- Ginny holt das Maximum aus deinem Feed. Von der Kampagnenstruktur bis zu Promotions direkt im Merchant Center. Die Kampagnenseite läuft, während du dich um deine Produktdaten kümmerst.
Dabei gilt wie immer: Ginny schlägt vor, du gibst frei, Ginny setzt um. Bessere Titel plus ein Agent, der rund um die Uhr auf dein Konto schaut, ist die Kombination, mit der auch kleine Shops professionell bei Google Shopping mitspielen.
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Häufige Fragen zu Produkttiteln für Google Shopping
Wie lang darf ein Produkttitel bei Google Shopping sein?
Das Titel-Attribut erlaubt bis zu 150 Zeichen. In Shopping-Anzeigen und kostenlosen Produkteinträgen werden je nach Bildschirm aber nur bis zu 70 Zeichen angezeigt. Die wichtigsten Informationen gehören deshalb an den Anfang, die restlichen Zeichen verbessern das Matching mit Suchanfragen.
Was gehört in einen guten Google Shopping Titel?
Marke, Produkttyp und die unterscheidenden Eigenschaften wie Farbe, Größe, Material oder Zielgruppe. Die Reihenfolge hängt von der Kategorie ab: Bei bekannten Marken steht die Marke vorn, bei Eigenmarken der Produkttyp.
Was darf nicht in den Produkttitel?
Preise, Versandinformationen, Werbewörter wie „Sale“, „gratis“ oder „jetzt kaufen“ und Wörter in Großbuchstaben. Solche Angaben verstoßen gegen die Richtlinien und können zur Ablehnung des Produkts im Merchant Center führen.
Muss ich KI-generierte Produkttitel kennzeichnen?
Ja. Google verlangt, dass mit generativer KI erstellte Titel über das Attribut structured_title eingereicht werden, mit dem Unterattribut digital_source_type auf dem Wert „trained_algorithmic_media“. Selbst geschriebene oder regelbasiert zusammengesetzte Titel laufen weiter über das normale Titel-Attribut.
Bekommen Produktvarianten eigene Titel?
Ja. Jede Variante wird als eigener Artikel eingereicht, und das Unterscheidungsmerkmal wie Farbe oder Größe gehört in den Titel der jeweiligen Variante, zusätzlich zu den Attributen wie color und size. Identische Titel für alle Varianten kosten Sichtbarkeit, weil Google nicht zuordnen kann, welche Variante zur Suchanfrage passt.
Kann ich den Google-Titel ändern, ohne den Artikelnamen in JTL anzupassen?
Ja. Der gängigste Weg ist ein eigenes Feld oder Funktionsattribut in JTL-WaWi, das im Exportformat als Titel ausgegeben wird, wenn es gefüllt ist. Alternativ lassen sich Titel über Attributregeln direkt im Merchant Center umbauen, etwa um die Marke automatisch voranzustellen.
